RC2C - KopieObwohl der 47-jährige Oberösterreicher seine Rennradkluft schon an den Nagel gehangen und die wohlverdiente Sportlerrente eingeläutet hatte, konnte Fasching der aufregenden Herausforderung nicht widerstehen, auf seinem Rennrad Russland zu durchqueren. So wird er im Sommer 2014 in nur 22 Tagen diese Mammutstrecke hinter sich bringen und dabei unzählige Abenteuer erleben. Im Renntempo sollen an die 400-500 Kilometer pro Tag zurückgelegt werden - eine schier übermenschliche Herausforderung. Es ist eine sehr große Unbekannte ­ mit allen Dingen,
die rundherum passieren können. Schlechte Straßen und so viele Dinge, die nicht vorhersehbar sind, die man vor Ort meistern muss. Das lässt sich mit nichts Dagewesenem vergleichen, sagte Fasching, bevor er diese ultimative Rad-Challenge am 23. Juli begann.


Beginnend im Südosten an der Grenze zu Nordkorea, bis zum weit entfernten Ziel in Russlands Westen: Fasching schwingt sich in Wladiwostok auf sein hochmodernes Fahrrad, das für die nächsten 22 Tage sein einziges Beförderungsmittel sein soll, bis er nach mehr als 10.000 Kilometern nonstop in Sankt Petersburg einradelt.

Hinter ihm liegt ein Abenteuer riesiger Ausmaße: In den ersten 36 Stunden überhaupt keinen Schlaf, danach pro Nacht maximal 4 Stunden, meist im Zelt. Bergauf, bergab, führt ihn die Strecke mitten durch die unwegsamsten Gelände Russlands. Begleitet wird der Langstreckenrennrad-Rekordler von einer 24-köpfigen Crew, die seine Tour de Force in beeindruckende Bilder fasst. Neben dem Filmteam sind Ärzte, Mechaniker, ein Physiotherapeut, Medienmenschen und ein Koch Faschings stetige Begleiter. Letztendlich haben alle Beteiligten ihren Anteil am Erfolg, denn Faschings Mühen würden von Erfolg gekrönt, eine neue Dimension in der Ultraradsportszeneerschlossen.
Es ist eines der wenigen Dinge, die ich selber nicht geglaubt hab, dass es möglich ist, in 21 Tagen quer durch Russland zu fahren. Du musst es dir nur zutrauen. Und du musst es auch wirklich wollen für dich. Ein Zauberwort dabei lautet Geduld. Mit allen Situationen gegenwärtig umzugehen, sie anzunehmen. Es war ja nicht 10.000 Kilometer durchquälen. Wir hatten unseren Spaß auch zwischendurch. Mir fällt auf, dass sich Leute mehr zutrauen können, als sie glauben, dass möglich ist", so Wolfgang Faschings Resümee.

Der während des Projekts entstandene Film "Russia - Coast to Coast" ist eine atemberaubende  Dokumentation die Faschings Willensstärke, Motivation und Durchhaltevermögen erfahrbar werden lässt und auf die große Kinoleinwand projiziert.