DSC 0120 - KopieBereits die 4. Etappe der Weltradsportwoche in Hartberg ist vorüber und endlich zeigte die slovenische Übermacht Schwäche. Auf der Königsetappe rund um St. Magdalena wurde den Zuschauern ein spannendes Spektakel geboten. Denn unser Team mit Andi, Thomas und Alex H. konnte ihre Taktik gut umsetzen und nicht mal ein Sturz konnte Alex irritieren.

 

Mit seinen Teamkollegen hatte Alex die perfekte Unterstützung für sein Vorhaben, Minuten zu gewinnen und einen Stockerlplatz zu erringen: Andi, der mit seiner patentierten Startattacke gleich alle Teams formierte, und auch ganz besonders Thomas, der nach nur 2 Tagen nach dem „Race Around Austria“ wieder auf den Drahtesel stieg. Die beiden hielten Alex immer perfekt aus dem Wind und somit konnte dieser 20km vor dem Ziel attackieren und startete eine erfolgsversprechende Soloflucht. 10km später bekam er Gesellschaft von Andreas Tiefenböck (Paintball Fritz Racing Team) und gemeinsam schlugen sie dem Hauptfeld, besonders den organisierten Fahrern von der slovenischen TUS MOBIL Mannschaft, ein Schnippchen. Auch zum Dank unserer Mannschaft, die das Tempo im Feld drosselte. Am 700m langen Schlussanstieg stieg Alex nochmal drauf und gewann somit das selektive Rennen! Die Hälfte der Woche ist um und Alex, der auf die Gesamtwertung der 8-tägigen Rundfahrt schielt, befindet sich nach diesem Husarenritt nun mit 4:31min Rückstand -als bester Österreicher- auf Rang 4. Schon am Samstag konnten mehrere Fahrer einen Zeitvorsprung von bis zu 6 min herausfahren. Alex wurde anfangs durch Gogl, Andi und Hans-Peter unterstützt und schonte seine Kräfte auf den ersten Etappen. Die weiteren Tage werden etwas hügeliger und somit aussichtsreich für unseren Youngster.

 

"Sekundenkrimi beim Abschlusszeitfahren!"

21.8.: Aus dem Tagebuch von Holzinger Alex:
Endlich ist auch die zweite Rennhälfte geschafft. Gerade in der Gesamtwertung war es bis heute eng. Nach der erfolgreichen Bergankunft am Dienstag waren die Beine sehr müde und ich kämpfte mich durch die einzelnen Etappen, um Zeit auf den 3. Dusan Hajdinjak gutzumachen, das gelang mir ganz gut, vor allem gestern beim Bergsprint. Als ich sah, dass dieser von der ersten Gruppe abplatzte, stieg ich aufs Gas und konnte ihm 40 Sekunden innerhalb 2km aufbuchen. Somit war ich vor dem letzten Tag nur mehr 1:30min hinter dem Slovenen. Auf der letzten von 8 Etappen wurden die Zeitfahrmaschinen ausgepackt. Ich hatte vorm EZF aber auch nur 1:14min Vorsprung auf den Fünftplatzierten. Ich fokussierte mich zu sehr auf den 3. Gesamtrang, dass ich den Weißrussen hinter mir außer Acht ließ und so kam es wie es kommen musste. Meine Zeitfahrkünste (=0) sprachen für sich und statt 90sec auf den 3. gutzumachen verlor ich gegen den 5. 1:20min und somit landete ich im Endeffekt in der Gesamtwertung auf Rang 5 mit nur 6 Sekunden Rückstand auf den nächsten. Der überlegene Sieger Matej Lovse gab mir schlussendlich über 7 Minuten. Chapeau und Gratulation!
 
Nichtsdestotrotz kann ich mit einem Etappensieg und zwei 4. Plätzen ganz zufrieden sein. Besonderer Dank gebührt meinen starken Unterstützern, die Fahrer und Betreuer des Team Melasan Sports, die mir jeden Tag tatkräftig zur Seite gestanden haben!