RAA Ziel kopieAbenteuer, Teamgeist, Navigation, Radfahren so sollte der Leitspruch des Veranstalters vom Race around Austria sein. Für unser Team kam aber ein ganz wichtiger Punkt, vielleicht auch gerade wegen dem nicht allzu prickelnden Wetters dazu … nämlich: Improvisation ;) Wir hatten unser Abenteuer welches am Mi um 16:28Uhr startete, sehr straff und Monate vorher geplant, alle Wechsel alle Zwischenzeiten wussten wir bereits im Voraus.

Wer konnte den auch schon damit rechnen das: Es wie aus Kübeln schütten würde, am Glockner schneien, die Steckdosen im Wohnmobil nicht funktionieren, eine Sicherung im Wohnmobil hops ging und wir keinen Strom mehr hatten über Stunden, Die Navis nicht mehr funktionierten, Alex‘s Rahmen gebrochen ist, ein anderes Rad einen Defekt am Steuersatz hatte, wir eigentlich ein zweites Pacecar für schnelle Wechsel gebraucht hätten und wir uns zu guter Letzt noch 2x verfahren haben …. Mit dem rechnete natürlich keiner ;) Abgesehen dieser „kleinen“ Problemchen die unser Team grandios gemeistert hatte lief alles wie am Schnürchen;) Alle 4 unserer Fahrer (Alex, Wini, Torsten u. Wolfgang) lieferten eine super Leistung, die 300W Schnitt am Garmin verschwanden nur sehr selten was uns gerade auch darum gleich nach ein paar Fahrstunden an die Spitze des Fahrerfeldes katapultierte. Die Stimmung im gesamten Betreuer Team harmoniert reibungslos, vielleicht auch darum weil jedem sehr kalt war. Ab dem Glockner entwickelte sich ein packender Zweikampf zwischen dem Niederösterreichischem Team „Team Ride all Adventuers“ Diese 4 Jungs konnten auch richtig Gas geben das haben wir bereits bemerkt als sie uns im Burgenland überholten, als unser Pacecar Fahrer den Vorgarten eines Wohnhauses dringenst aufsuchen musste für ein unverzichtbares Geschäft ;) Ab dem Glockner sind wir dann so richtig warm gelaufen, die Wechsel trotz fehlendem Pacecar in der Nacht erinnerten fast an Turneinlagen, wussten wir doch das unsere Kontrahenten uns pro Nacht 15min abnehmen würden mit dem zweiten Auto. Schadensbegrenzung war also angesagt bei den nächtlichen Wechseln, Tagsüber wendete sich dann immer das Blatt und wir konnten die verlorene Zeit wieder aufholen. Ab dem Silvretta Pass und Faschiner Joch gab es dann ein packendes Duell auf Augenhöhe mit den Niederösterreichern, das nur durch das beherzte Eingreifen des Chef Security ein schnelles Ende nahm. Er stoppte unser Team nachdem Alex mit akrobatischen Künsten gerade noch einen Sturz verhinderte weil sein Rahmen beim Tretlager gebrochen war … wir wurden angehalten und bekamen eine 5 Minütige Standpauke über Verkehrssicherheit wie zuletzt in der Fahrschule ;) Unsere Kontrahenten wieder auf und davon über alle Berge. Wir hatten aber Glück im Unglück, Torsten fuhr ab diesem Zeitpunkt nur mehr mit seinem ZF Rad und Alex mit seinem Straßenrad, die Geometrie passte – Glück gehabt ;) Der letzte anstrengende Anstieg erwartete unsere Fahrer am Dientner Sattel, hier konnten wir unsere Führung vor den NÖ noch auf ca. 5 -6min halten. Durch ein kleines Missgeschick haben wir Nähe Thalgau die falsche Ausfahrt bei einem Kreisverkehr genommen und die Führung war wieder futsch. Die letzten Kilometer ab Loibichl nahmen wir dann zu viert, mit Tempo 50 ging‘s Richtung St. Georgen, jedem war aber bereits bewusst das sich der Sieg nicht mehr ausgehen würde. Ein wunderschönes Abenteuer endete mit dem 2 Platz für unser Team wieder genau dort wo es vor 2T 17H 58min begonnen hat, an der Ortstafel von St. Georgen im Attergau. Ein unbeschreiblich schönes Gefühl für alle Fahrer und Betreuer, das wir es endlich geschafft hatten, alle Strapazen der letzten Tage waren plötzlich vergessen und eine innerliche Zufriedenheit stellte sich bei allen ein. Auch der zweite Platz war für unser Team wie ein Sieg, bedenkt man die Wetterkapriolen der letzten Tage die wir mit einem Schnitt von 32,71KmH über 2.200KM und 30.000HM überwunden haben. Mit dieser Zeit hätten wir auch in unseren kühnsten Träumen nicht gerechnet und schon gar nicht geplant. Möglich war diese super Zeit beider Teams aber natürlich auch nur durch das andauernde Duell um Österreich. Wir ziehen unseren Hut vor der Leistung unserer Kontrahenten und gratulieren zum neuen Streckenrekord der genau 15min vor unserem lag. Ein großes Dankeschön an unsere Betreuer: Thilo, Alti, Simon, Mat, Renate, Gabi, Stephan und Alois ohne deren grandiose und unermüdliche Leistung wäre dieser Erfolg für unser Team nicht möglich gewesen – ihr seid die Besten! Als Abschluss möchten wir noch dem Organisation Team um Michael Nussbaumer zu einer tollen Veranstaltung gratulieren die von Jahr zu Jahr immer besser und größer wird, wer weiß vielleicht sehen wir uns ja kommendes Jahr wieder ;)

Fotos von unserem Abenteuer könnt ihr auf unserer Facebook Seite sehen: "KLICK HIER"